Das Deutschhaus

 

Die Elisabethkirche

An der Stelle der heutigen Elisabethkirche befand sich einst eine doppelgeschossige Rundkirche, die abgebrochen und vergessen wurde, als unter dem Deutschordenskomtur Graf Anton Ingenuin von Recordin in den Jahren 1729 – 1733 die neue barocke Kirche gebaut wurde. Auch das Hl. Geist – Patrozinium wurde aufgegeben und die Kirche wurde der Patronin des Deutschen Ordens, der Heiligen Elisabeth geweiht.

Deutschordenskirche St. Elisabeth
(Foto Harald Kienzl)
Deutschordenskirche St. Elisabeth

Der Bauauftrag ging an Giuseppe Delai, den letzten Vertreter einer bekannten Bozner Architektenfamilie lombardischer Herkunft. Er baute die Elisabethkirche als oktogonalen Zentralbau. Die Fresken stammen von der Hand des Augsburger Meisters Matthäus Günther (1703 – 1788), der als einer der Hauptvertreter des Rokoko im süddeutschen Raum und in Österreich gilt. Besonders bemerkenswert sind die figurenreichen Kuppelgemälde. Von Matthäus Günther stammt auch das Altarblatt des Hauptaltars, das die Madonna mit Kind im Gespräch mit den Ordensheiligen Elisabeth und Georg sowie, in der unteren Bildecke, eine Darstellung des Deutschhauses und der Kirche zeigt. Ein kostbares Renaissancestück ist der Seitenaltar von Georg Trabl aus dem Jahre 1598. Das kostbare Stuckdekor der Kirche stammt von Franz Xaver Feichtmayr aus der berühmten Wessobrunner Schule.

Deutschordenskirche St. Elisabeth, Innenansicht
(Foto Harald Kienzl)
Deutschordenskirche St. Elisabeth, Innenansicht
Altarblatt Elisabethkirche
(Foto Harald Kienzl)
Altarblatt Elisabethkirche